Bei einem Datensilo handelt es sich um eine Datensammlung, die in der Hand einer Gruppe ist und auf die andere Gruppen nicht einfach oder nicht vollständig zugreifen können. Daten werden in der Regel nach internen Abteilungen organisiert. Verwaltung, Finanz- und Personalabteilung sowie andere Abteilungen brauchen unterschiedliche Daten, um ihren Aufgaben nachkommen zu können. Diese individuellen Datensammlungen – die sich häufig überschneiden, aber uneinheitlich sind – befinden sich in separaten Silos.Und da die Menge und Vielfalt der Daten wächst, wachsen auch die Silos.

Datensilos verhindern eine 360°-Sicht auf die Unternehmensdaten und behindern die Gewinnung detaillierter, verwertbarer Erkenntnisse. Um das Potenzial der Datenanalyse voll ausschöpfen zu können, brauchen Unternehmen einen umfassenden Überblick über ihre Daten, um versteckte Chancen (oder Bedrohungen!) für das Unternehmen zu erkennen.

Erfahren Sie mehr über Datensilos und darüber, wie sie das Potenzial Ihrer Analysen einschränken und was Sie tun können, um die Datenintegration zu ermöglichen. Das hilft Ihnen zu verstehen, ob Datensilos Ihr Potenzial für ganzheitliche Analysen einschränken.

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Wie entstehen Datensilos?

Datensilos entstehen mit der Zeit auf ganz natürliche Weise und sind auf die Umstände zurückzuführen, die in den meisten Unternehmen herrschen. Jede Abteilung erfasst und speichert die Daten, die es für seine Zwecke benötigt: So schafft sich jede Abteilung ihr eigenes Datensilo.

Organisationsstruktur

Bevor Big Data und die Cloud für eine Revolution in der Unternehmenswelt sorgten, betrachtete man es nicht als Nachteil, dass jede Abteilung ihre eigenen Daten erstellte und verwaltete. Jede Abteilung hat schließlich eigene Richtlinien, Verfahren und Ziele. Die Teams haben ihre eigenen Arbeitsweisen entwickelt: Sie haben die Verarbeitung und Analyse der Daten an ihre Bedürfnisse angepasst. Silos entstanden rund um die einzelnen Abteilungen eines Unternehmens, weil die Daten nach Abteilungen erfasst und gespeichert wurden.

Unternehmenskultur

Operativer Betrieb, Verwaltung, Personal- und anderen Abteilungen sind es gewohnt, in ihren eigenen Welten zu arbeiten. Jede dieser Welten hat ihren eigenen Fachjargon, eigene Prozesse und eigene Herausforderungen. Sie arbeiten in räumlich getrennten Bereichen, sodass sich jede Abteilung als eigenständig betrachtet. Diese Kultur der „Trennung“ erstreckt sich auch auf die Daten. Daten mit dem gesamten Unternehmen zu teilen, ist ein relativ neues Ziel. Die einzelnen Abteilungen waren deshalb zunächst nicht motiviert, dieses umzusetzen.

Technologie

Zur Unterstützung ihrer Prozesse nutzen Abteilungen tendenziell unterschiedliche Technologielösungen und Tools, z. B. Tabellen, Buchhaltungssoftware oder Software zur Krankenhausverwaltung. Jede Lösung speichert und verwaltet die Daten anders – und viele der Lösungen sind von dem Anbieter, der sie entwickelt hat, urheberrechtlich geschützt. Altsysteme sind nicht darauf ausgelegt, den Datenaustausch zu ermöglichen. Viele Unternehmen wurden also von den Tech-Tools, die sie im Alltag einsetzen, in Datensilos gedrängt, weil diese jeweils eigenständige Datenverwaltungsprozesse haben.

4 Wege, wie Datensilos stillschweigend das Unternehmen zerstören

Jede Abteilung existiert, um ein übergeordnetes Ziel des Unternehmens zu unterstützen. Die Abteilungen arbeiten zwar eigenständig, sind aber auch voneinander abhängig. Zumindest ein Teil der Daten, die in der Finanzabteilung erstellt und verwaltet werden, ist z. B. relevant für die Analysen des Managements und anderer Abteilungen.

Der Wettbewerbsdruck, erforderliche Kosteneinsparungen und der Wunsch, Chancen zu nutzen, veranlassen Unternehmen dazu, mehr aus ihren Daten herauszuholen. Um maximale betriebliche Effizienz zu erzielen und neue Möglichkeiten zu erkennen, muss der Zugriff auf für das gesamte Unternehmen relevante Informationen gegeben sein.

Aber Datensilos stellen ab irgendeinem Punkt ein Erfolgshindernis dar. Hier vier Möglichkeiten, wie es dazu kommen kann:

1. Datensilos schränken die Sicht auf die Daten ein

Silos verhindern, dass relevante Daten geteilt werden können. Die Analyse einer jeden Abteilung wird durch ihre Sicht auf die Daten eingeschränkt. Unternehmensweite Effizienzen können ohne 360°-Sicht auf die Daten des Unternehmens nicht erkannt werden. Wie können Sie z. B. versteckte Chancen für die Einsparung von Betriebskosten aufdecken, wenn die Betriebs- und Kostendaten nicht konsolidiert sind.

2. Datensilos bedrohen die Datenintegrität

Wenn die Daten in Silos isoliert sind, werden die gleichen Informationen häufig in verschiedenen Datenbanken gespeichert, was zu Inkonsistenten zwischen den Daten der einzelnen Abteilungen führt. Es kann sein, dass die Daten mit der Zeit an Genauigkeit einbüßen und deshalb weniger nützlich sind. Werden die Daten desselben Patienten beispielsweise in verschiedenen Systemen gespeichert sind, kann es sein, dass diese Daten irgendwann nicht mehr übereinstimmen.

3. Datensilos verschwenden Ressourcen

Wenn die gleichen Informationen an verschiedenen Orten gespeichert werden und Benutzer die Daten in ihren persönlichen oder ihren Gruppenspeicher herunterladen, dann leiden die Ressourcen darunter. Durch die Zusammenführung von Daten in einer Quelle wird wertvoller Speicherplatz frei. Das entlastet die IT-Abteilung: Speicherplatz zu kaufen und zu warten, der möglicherweise nicht gebraucht wird, wird hinfällig. Ein Beispiel: Viele Mitarbeiter laden eine Tabelle mit Daten herunter, um diese zu analysieren. Bei jedem Download wird eine redundante Kopie der vorhandenen Dateien erzeugt.

4. Datensilos erschweren die Zusammenarbeit

Die Unternehmenskultur führt zu Silos – und durch jedes Silo verfestigt sich die Kultur weiter. Für datengetriebene Unternehmen ist die Zusammenarbeit ein leistungsstarkes Tool, das ihnen hilft, neue Erkenntnisse zu gewinnen und nutzen. Damit sich die Zusammenarbeit leichter gestaltet, müssen die einzelnen Abteilungen ihre Daten austauschen können. Können Daten nicht oder nur schwierig für andere freigegeben werden, beeinträchtigt das die Zusammenarbeit.

So bricht man Datensilos auf

Die Zusammenführung von Daten für die Analyse ist durch die Cloud viel schneller und einfacher geworden. Was früher Wochen, Monate oder Jahre gedauert hat, kann jetzt in wenigen Tagen oder Stunden erledigt werden – mithilfe von Tools, die den Prozess der Datenzusammenführung in einen gemeinsamen Pool und ein gemeinsames Format optimieren, damit die Daten effizient analysiert werden können. Die Lösungen für Silos: Technologie und Organisation.

1. Stoßen Sie einen Kulturwandel an

Kommunizieren Sie, worin die Vorteile der gemeinsamen Datennutzung bestehen, damit die Mitarbeiter die Umstellung verstehen. Kommunizieren Sie außerdem, worin die Probleme mit den Silos bestehen. Sprechen Sie dabei u. a. die Datenintegrität und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit an. Ein Kulturwandel ist eine Herausforderung. Das Management muss also Engagement zeigen.

2. Entwickeln Sie einen Weg, um die Daten zusammenzuführen

Der beste Weg, Silos zu sprengen, besteht darin, Daten in einem cloud-basierten Data-Warehouse oder Data Lake zusammenzuführen. Das sind zentrale Daten-Repositorys, die für die effiziente Analyse optimiert sind. Daten aus unterschiedlichen Quellen werden homogenisiert und konsolidiert und Einzelpersonen oder Gruppen kann leicht Zugriff gewährt werden.

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3. Integrieren Sie Ihre Daten

Die effiziente und genaue Integration von Daten ist eine sichere Methode, um Datensilos in Zukunft zu verhindern. Unternehmen integrieren Daten mithilfe unterschiedlicher Methoden.

Skripterstellung

Unternehmen können ihre IT damit beauftragen, Skripte in SQL, Python oder anderen Skriptsprachen zu erstellen, um Daten von Silo-Datenquellen in das Data-Warehouse zu verschieben. Der Haken an der Skripterstellung: Sie kann sich als sehr komplex erweisen. Je größer die Datenquellen werden, desto komplexer die Skripterstellung. Änderungen in den Datenquellen erfordern eine Aktualisierung der Skripte. Die Wartung gestaltet sich für IT-Experten also kosten- und zeitaufwendig.

Lokale ETL-Tools

ETL (extrahieren, transformieren und laden) und ELT-Tools automatisieren den Prozess der Datenverlagerung aus verschiedenen Quellen in das Data-Warehouse. Diese Tools extrahieren Daten aus Quellen, wandeln sie für die Analyse in ein einheitliches Format um und laden das Ergebnis in ein Data-Warehouse im Rechenzentrum des Unternehmens.

Cloud-basierte ETL-Prozesse

Die Cloud und die Daten gehen Hand in Hand und fortschrittliche Cloud-Anbieter machen den ETL-Prozess einfacher und schneller. Cloud-basierte ETL-Prozesse nutzen die Infrastruktur des Cloud-Providers – u. a. Data-Warehouse- und ETL-Tools, die entwickelt wurden, um effizient in der jeweiligen Umgebung zu arbeiten. ETL bricht Silos auf: Es werden die technologischen Mittel bereitgestellt, um Daten aus verschiedenen Quellen zur Analyse an einem zentralen Ort zusammenzuführen. ETL hilft Probleme in puncto Datenintegrität zu beheben, damit alle Beteiligten immer mit frischen Daten arbeiten.

4. Ermöglichen Sie einen verwalteten Selfservice-Zugriff

Wenn Daten zusammengeführt werden, besteht auch die Möglichkeit, die Data-Governance zu zentralisieren. Diese Zugriffsrichtlinien erleichtern die Selfservice-Analyse, damit alle mit Zugangsberechtigung ganz einfach nach Bedarf auf die Daten zugreifen können.

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Die Cloud und die Zukunft der Datenspeicherung

Die Cloud hat sich als natürlicher Weg herauskristallisiert, Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen, damit vom Büro, von zu Hause, von unterwegs oder von Zweigniederlassungen aus leichter darauf zugegriffen werden kann.

Die Cloud hilft, technologische Barrieren abzubauen, die die Zusammenarbeit behindern, und bietet eine fertige Lösung zum Abbau von Datensilos. Mithilfe eines etablierten ETL-Prozesses, bei dem irrelevante Daten und Duplikate entfernt werden, können Unternehmen neue und aktualisierte Daten schnell zu einem Cloud Data Warehouse hinzufügen. So können die Verwaltung, Finanz- und Personalabteilung sowie andere Abteilungen gemeinsam mit frischen, sauberen und aktuellen Daten in einer einzigen, leicht zugänglichen Plattform arbeiten, die sich an den Bedarf anpassen lässt.

Cloud-Technologie und Cloud Data Warehouses erleichtern die Zusammenarbeit und bieten Analysten dank Zugriff auf unternehmensweite Daten eine 360°-Sicht auf das Unternehmen. Datenanalysten erhalten einen besseren Überblick darüber, wie sich ihre Arbeit auf das Unternehmen insgesamt auswirkt und wie die Arbeit anderer sich auf ihre Arbeit auswirkt.

Datensilos einreißen

Datensilos untergraben die Produktivität, behindern die Gewinnung von Erkenntnissen und beeinträchtigen die Zusammenarbeit. Datensilos stellen allerdings kein Hindernis mehr dar, wenn die Daten zusammengeführt und für die Analyse optimiert werden. Die Zusammenführung in der Cloud hat Vorteile: Die Cloud-Technologie wurde so optimiert, dass sich die Zusammenführung einfach umsetzen lässt.

Die Zusammenführung von Daten in der Cloud mithilfe von Talend Data Fabric bietet folgende Vorteile: Talend erleichtert die ETL-Datenintegration, die Data-Governance, die Sicherheit und die Compliance und ermöglicht es allen Abteilungen, auf die Daten zuzugreifen, wodurch Datensilos gesprengt werden. Travis Perkins, ein Baustoffhändler, baute seine Silos ab, um Daten besser zu erfassen, zu verwalten, zu transformieren und zu teilen. So konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 30 Prozent steigern.

Talend Data Fabric ermöglicht es Anwendern im gesamten Unternehmen, über eine umfassende Anwendungssuite zusammenzuarbeiten – eine Lösung, die den Abbau von Silos auf ewig vereinfacht. Sie können Talend Data Fabric testen, um sich selbst davon zu überzeugen, wie Talend Ihnen helfen kann, Silos abzubauen, Abläufe zu optimieren und den Gewinn anzukurbeln, indem sicherstellt wird, dass sich Ihre Unternehmensstrategie auf vertrauenswürdige Daten stützt.