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  #18 - Januar 2010

   
Talend Newsletter
 

Ein Bericht von Cédric Carbone, technischer Leiter bei Talend

Open Source Development - der große Unterschied

Man spricht oft über die Hauptvorteile von Open Source - Zugriff auf den Code, Flexibilität, Offenheit, Kosteneinsparungen usw. Vom Entwicklungsmodell, das meiner Meinung nach das größte Unterscheidungskriterium im Vergleich zu proprietären Lösungen darstellt, hört man allerdings weniger. In diesem Dokument werden die Schlüsselelemente zusammengefasst, die unseren Entwickleransatz von dem proprietärer Softwarehändler unterscheiden.

 

Offene Tools. Die Entwicklungs- und Überwachungstools, die wir nutzen, sind offen und erleichtern die Kommunikation zwischen Entwicklern und den Teams, die sich um die Dokumentierung kümmern. Diese Austauschvorgänge werden verfolgt und dokumentiert, sodass jeder beim Aufrufen unserer Webseite genau weiß, wo wir in unserem Entwicklerprozess stehen. Natürlich sind diese Tools Open Source und auf www.talendforge.org verfügbar. Der BugTracker beispielsweise verfolgt alle Veränderungen (seien es Bugs oder neue Features) und klassifiziert sie anhand ihres Status.

Beim Support wird ein Bug gemeldet, indem man ein Support Ticket eröffnet, woraufhin er dann umgehend im BugTracker gepostet wird (wenn der User es wünscht). Sogar wenn dieser Bug bereits berichtet wurde und im BugTracker steht, können andere Benutzer ein Support Ticket eröffnen und die Lösung des Problems verfolgen. Solch eine Transparenz gibt es bei den Vertreibern proprietärer Lösungen nicht, die solche Bugs häufig als „zum ersten mal vorgekommen“ bezeichnen und angeben, dass es vermutlich an der Umgebung und nicht an der Software liegt und somit außerhalb ihrer Zuständigkeit. Die Vertreiber von Open-Source-Lösungen fürchten diese Transparenz nicht, weil ihnen genau die Zusammenarbeit mit den Usern als zentraler Teil ihrer Geschäftsstrategie am Herzen liegt.

Häufiges Erscheinen neuer Versionen. Talend veröffentlicht monatlich Interimsversionen, mit denen User eine Vorschau auf neue Features erhalten und diese testen können. Diese Versionen werden nicht finalisiert, sind aber entscheidend und ermöglichen, dass Händler von den Usern Rückmeldung erhalten und so zukünftige Entwicklungen mitgestalten können. Die Entwicklerversionen werden außerdem jede Nacht ausgeführt und tausende automatischer Tests können Probleme früh aufspüren. Hauptversionen werden weniger oft veröffentlicht, d.h. wenn die meisten Funktionen getestet wurden und sie ohne Risiko in Produktion gegeben werden können. Dieses System kombiniert Zwischenversionen und Hauptversionen basierend auf der Methode „Frühe Veröffentlichung heißt häufige Veröffentlichung“, was besonders von Entwicklern geschätzt wird, deren Methoden als „agil“ bezeichnet werden.

Auch hier steht der User im Zentrum des Entwicklungsprozesses und beeinflusst die Entscheidungen des Managements.

Die Community. Die Testmöglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. Die Talend-Community umfasst eine große Menge an Betatestern, die nicht unbedingt Kunden sein müssen. Wegen der großen Anzahl und der verschiedenen Informationssysteme, die sie verwenden, können die Tests in großem Maßstab und in verschiedenen Umgebungen durchgeführt werden. Den Vertreibern proprietärer Lösungen stehen nur ihre hauseigenen Frage- und Antwortteams zur Verfügung, was ihre Möglichkeiten, sorgfältige Tests ihrer Lösungen durchzuführen, erheblich einschränkt. Open-Source-Software ist generell stabiler, da sie in weitaus größerem Umfang geprüft wurde.

Kontakt zu Ingenieuren und Entwicklern. Da offene Systeme die Entwicklung überwachen, können unsere Kunden direkt mit unseren Entwicklern kommunizieren. Talend geht alle Anfragen durch und wählt diejenigen aus, denen Priorität eingeräumt werden soll, wobei der User im Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses bleibt. Viele Talend-Module stammen von erfahrenen Usern, die mit unseren Entwicklern in Kontakt stehen. Talend Exchange, das auf TalendForge verfügbar ist, organisiert nicht nur diesen Austausch, sondern entwickelt auch Komponenten, die dann automatisch installiert werden. Momentan werden 251 Erweiterungen und 358 Überarbeitungen angeboten, die bereits über 30 000 mal heruntergeladen wurden.

Interne F+E. Das Talend-Modell kombiniert aktiven Dialog mit seinen Usern (über die erwähnten Tools) mit einer internen F+E-Abteilung, in der mehr als 50 Ingenieure beschäftigt sind (ohne Berücksichtigung der vielen ebenfalls verfügbaren erfahrenen Berater). Andere Vertreiber von Open-Source-Lösungen, wie z.B. PostgreSQL oder Debian verlassen sich nur auf ihre Community. Talend hingegen hat sich für diesen Ansatz entschieden, um qualitativ höherwertigen Service anbieten zu können, der die fortlaufende Entwicklung des Produkts sicherstellt, und um drei Supportlevel anzubieten, die alle komplett von den Talend-Entwicklern verwaltet werden.

Um neue Komponenten zu finden, besuchen Sie unsere Wikis und Foren, laden Sie unsere Dokumentierung herunter, überprüfen sie das Bug-Tracking oder gehen Sie auf http://www.talendforge.org/.

Cédric Carbone
Technischer Leiter
Talend

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