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Talend Newsletter
Ein
Bericht von Cédric Carbone, technischer Leiter bei Talend
Open Source
Development - der große Unterschied
Man spricht oft über die Hauptvorteile von Open Source
- Zugriff auf den
Code, Flexibilität, Offenheit, Kosteneinsparungen usw. Vom
Entwicklungsmodell, das meiner Meinung nach das größte
Unterscheidungskriterium im Vergleich zu proprietären Lösungen darstellt,
hört man allerdings weniger. In diesem Dokument werden die Schlüsselelemente
zusammengefasst, die unseren Entwickleransatz von dem proprietärer
Softwarehändler unterscheiden.
Offene
Tools. Die Entwicklungs- und Überwachungstools, die wir nutzen, sind
offen und erleichtern die Kommunikation zwischen Entwicklern und den Teams,
die sich um die Dokumentierung kümmern. Diese Austauschvorgänge werden
verfolgt und dokumentiert, sodass jeder beim Aufrufen unserer Webseite genau
weiß, wo wir in unserem Entwicklerprozess stehen. Natürlich sind diese Tools
Open Source und auf
www.talendforge.org verfügbar. Der
BugTracker
beispielsweise verfolgt alle Veränderungen (seien es Bugs oder neue Features)
und klassifiziert sie anhand ihres Status.
Beim Support wird ein Bug gemeldet, indem man ein Support Ticket eröffnet,
woraufhin er dann umgehend im BugTracker gepostet wird (wenn der User es
wünscht). Sogar wenn dieser Bug bereits berichtet wurde und im BugTracker
steht, können andere Benutzer ein Support Ticket eröffnen und die Lösung des
Problems verfolgen. Solch eine Transparenz gibt es bei den Vertreibern
proprietärer Lösungen nicht, die solche Bugs häufig als „zum ersten mal
vorgekommen“ bezeichnen und angeben, dass es vermutlich an der Umgebung und
nicht an der Software liegt und somit außerhalb ihrer Zuständigkeit. Die
Vertreiber von Open-Source-Lösungen fürchten diese Transparenz nicht, weil
ihnen genau die Zusammenarbeit mit den Usern als zentraler Teil ihrer
Geschäftsstrategie am Herzen liegt.
Häufiges
Erscheinen neuer Versionen. Talend veröffentlicht monatlich
Interimsversionen, mit denen User eine Vorschau auf neue Features erhalten
und diese testen können. Diese Versionen werden nicht finalisiert, sind aber
entscheidend und ermöglichen, dass Händler von den Usern Rückmeldung
erhalten und so zukünftige Entwicklungen mitgestalten können. Die
Entwicklerversionen werden außerdem jede Nacht ausgeführt und tausende
automatischer Tests können Probleme früh aufspüren. Hauptversionen werden
weniger oft veröffentlicht, d.h. wenn die meisten Funktionen getestet wurden
und sie ohne Risiko in Produktion gegeben werden können. Dieses System
kombiniert Zwischenversionen und Hauptversionen basierend auf der Methode „Frühe
Veröffentlichung heißt häufige Veröffentlichung“, was besonders von
Entwicklern geschätzt wird, deren Methoden als „agil“ bezeichnet werden.
Auch hier steht der User im Zentrum des Entwicklungsprozesses und
beeinflusst die Entscheidungen des Managements.
Die
Community. Die Testmöglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. Die Talend-Community
umfasst eine große Menge an Betatestern, die nicht unbedingt Kunden sein
müssen. Wegen der großen Anzahl und der verschiedenen Informationssysteme,
die sie verwenden, können die Tests in großem Maßstab und in verschiedenen
Umgebungen durchgeführt werden. Den Vertreibern proprietärer Lösungen stehen
nur ihre hauseigenen Frage- und Antwortteams zur Verfügung, was ihre
Möglichkeiten, sorgfältige Tests ihrer Lösungen durchzuführen, erheblich
einschränkt. Open-Source-Software ist generell stabiler, da sie in weitaus
größerem Umfang geprüft wurde.
Kontakt
zu Ingenieuren und Entwicklern. Da offene Systeme die Entwicklung
überwachen, können unsere Kunden direkt mit unseren Entwicklern
kommunizieren. Talend geht alle Anfragen durch und wählt diejenigen aus,
denen Priorität eingeräumt werden soll, wobei der User im Mittelpunkt des
Entwicklungsprozesses bleibt. Viele Talend-Module stammen von erfahrenen
Usern, die mit unseren Entwicklern in Kontakt stehen.
Talend Exchange, das auf
TalendForge verfügbar ist, organisiert nicht nur diesen Austausch, sondern
entwickelt auch Komponenten, die dann automatisch installiert werden.
Momentan werden 251 Erweiterungen und 358 Überarbeitungen angeboten, die
bereits über 30 000 mal heruntergeladen wurden.
Interne
F+E. Das Talend-Modell kombiniert aktiven Dialog mit seinen Usern (über
die erwähnten Tools) mit einer internen F+E-Abteilung, in der mehr als 50
Ingenieure beschäftigt sind (ohne Berücksichtigung der vielen ebenfalls
verfügbaren erfahrenen Berater). Andere Vertreiber von Open-Source-Lösungen,
wie z.B. PostgreSQL oder Debian verlassen sich nur auf ihre Community.
Talend hingegen hat sich für diesen Ansatz entschieden, um qualitativ
höherwertigen Service anbieten zu können, der die fortlaufende Entwicklung
des Produkts sicherstellt, und um drei Supportlevel anzubieten, die alle
komplett von den Talend-Entwicklern verwaltet werden.
Um neue
Komponenten zu finden, besuchen Sie unsere Wikis und Foren, laden Sie unsere
Dokumentierung herunter, überprüfen sie das Bug-Tracking oder gehen Sie auf
http://www.talendforge.org/.
Cédric
Carbone
Technischer Leiter
Talend
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